Eigentlich erklingen die drei Glocken der Friedenskirche Ellerbek immer dann, wenn zum Gottesdienst oder zu einer anderen Veranstaltung eingeladen wird. Da in Zeiten der Corona-Krise niemand zur Kirche kommen soll, ruft auch kein Glockengeläut Menschen zusammen.

Dennoch erklingen die drei Glocken im Ellerbeker Moordamm täglich um 19 Uhr. Das ist der Moment, in dem Pastorin Christine Guse in der Kirche steht und für Menschen während dieser Krise betet. Damit schließt sich die Gemeinde einer informellen Initiative an, die christliche Kirchen in ganz Deutschland veranstalten – abends für eine Zeit die Glocken zu läuten, Kerzen zu entzünden und Fürbittgebete zu halten.  „Das ist kein privates Gebet“ ist der Pastorin wichtig. „Damit machen wir deutlich, dass wir Gottes Gegenwart und ein Getragensein auch in Krisenzeiten erleben. Daran wollen wir mit dem Läuten der Glocken erinnern – Glocken verbinden Himmel und Erde.“  Ebenfalls nutzt der Ehemann der Pastorin, Pfarrer Walter Jungbauer, für seine alt-katholische Gemeinde in Hamburg gemeinsam mit ihr diese Zeit der Fürbitte.

Gerne können Sie zur selben Zeit innehalten, beten wenn Sie mögen, eine Kerze entzünden für all die Menschen, an die Sie jetzt in diesem Moment besonders denken möchten.

Haben Sie ein Anliegen, für das eine Kerze entzündet werden soll?

Wer ein solches Anliegen hat, kann sich per Email an die Pastorin wenden (ellerbek@emk.de)

oder auch anrufen (04101/35605).